| Hallo! Hier erhalten Sie den wöchentlichen DasKochrezept.de-Newsletter von Chefkoch Norbert mit allen neuen Rezepten für die kommenden sieben Tage - damit Sie schon heute Ihre Einkäufe oder Alternativen zu unseren Vorschlägen planen können. Norberts Anekdote vom Mittwoch Martinstag - Martinsbräuche
In der evangelisch geprägten Mark Brandenburg, also auch in Berlin, gab es den ersten Gänsebraten an Weihnachten, vielleicht noch einmal am Neujahrstag. Der Brauch am Martinstag Anfang November eine Gans zu braten, war so gut wie unbekannt. Das hat sich seit dem (Regierungs)Umzug vieler Rheinländer in die alte und neue Hauptstadt geändert - in Bezug auf den Braten. Gan(s)z anders im südlichen und westlichen Teil unseres Landes, wo seit 1600 Jahren außer dem kulinarischen, weitere Bräuche gepflegt werden
Das Martinsfeuer spendete zur dunklen und kalten Jahreszeit Licht und Wärme und kann symbolisch auf die gute Tat St. Martins projeziert werden, der mit der Hälfte seines zerschnittenen Mantels einen Bettler wärmte. Der wahre Ursprung war wohl der germanische Brauch der Wintersonnenwende. Der Martinsumzug für die Kleinsten, mit Laternen und Lampinons, soll ebenfalls an die gute Tat erinnern und endet meist am Martinsfeuer. Martinsspiel und Martinsgesänge gehören ebenso zum Brauchtum - doch einzig die Martinsgans wurde bedingungslos mit großer Freude von anderen Konfessionen übernommen.
Außer der traditionellen Gans (in Niedrigtemperatur-Garung) gehören u.a. Kürbis-Risotto, Kärntner Kasnudeln, Irish Coffe und Ziegenkäse mit Chilischokolade in dieser Woche zu meinen wärmenden Favoriten!
Viele Grüße & allzeit gutes Gelingen, Ihr Norbert |